Madeira - Blumeninsel im Atlantik

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Das Klima Madeira, von zahlreichen Autoren als das "weltbeste" benannt, wird wissenschaftlich korrekt als "maritimes Randpassatklima mit winterlichem Zyklonaleinfluß" bezeichnet. Der Reisende steigt nach einem Flug von ca. 3:40 h Dauer (von München) und einer nur schwache Gemüter etwas beängstigenden Landung auf der kurzen Piste des einzigen Insel-Flughafens Santa Catarina aus einer Hapag-Lloyd-, Condor- oder LTU-Maschine. Als erstes umfängt ihn eine nicht zu heiße, nicht zu kühle, also genau temperierte Behaglichkeit. Das Phänomen des "kaum Wahr- nehmens" des Wetters bezeichnet man wissenschaftlich als Indifferenz- klima - das ist die dem Menschen angenehmste, eben behaglichste klimatische Außenwelt - vereinfacht umschrieben mit: "Madeira - die Insel des ewigen Frühlings".

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Allerdings darf man nicht glauben, daß das Wetter auf Madeira immer einheitlich ungetrübten Sonnenschein liefern würde. Wähend beider Aufenthalte, sowohl im Februar, als auch Ende November/Anfang Dezember haben wir unterschiedlichstes Wetter erlebt und waren durchaus darüber froh, in der Heimat beim Packen der Reisetaschen an Regenkombis gedacht zu haben! Vor allem in der Jahreszeit, in der man besonders gern aus unseren Breiten auf die Insel flüchtet - im Winter, gehört Regen fast immer zu den Erfahrungen, die der Madeira Urlauber u.a. machen wird. Dabei ist der Madeira-Regen meist ein sehr dichter, "feuchter" Regen, der einen im NU richtig naß macht. Er verliert aber seinen Schrecken, wenn man ein wenig Erfahrung damit gemacht hat und sich mit seinen Eigenheiten ein wenig beschäftigt. Was ihn von seinen Verwandten in unseren heimischen Breiten wohltuend unterscheidet, sind folgende Eigenschaften: Er ist meist nicht kalt (Ausnahme im Gebirge und auf der zentralen Hochebene Paul da Serra), er ist meist lokalisiert und dadurch auf der kleinen Insel auch lokalisierbar, was einem ermöglicht, ihm in der Regel durch Beobachtung des Himmels am Morgen und entsprechender Routenwahl zu entgehen. Man kann die einfachen Wetterregeln in jedem Madeiraführer nachlesen und sollte sie konsequent beachten:

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Madeira hat so gut wie immer - bedingt durch die für die kleine Insel sehr hohen Berge, die eine Wetterscheide bilden - ein ausgesprochenes Lee-/Luv-Verhalten des Wetters. Auf der dem Wind abgewandten Seite, häufig - nicht immer - ist dies die Südseite, kann man selbst dann noch wunderbar sonniges Wetter erleben, wenn es in der Nordhälfte stürmt, dunkel ist und einem der Regen quer vom Atlantik ins Gesicht peitscht. Anhaltendes und die ganze Insel erfassendes Schlechtwetter ist glücklicherweise selten, sodaß man die geplanten Touren bei hinreichender Geduld wenigstens einmal in 7 Tagen auch wirklich bei idealen Bedingungen schaffen kann. Einen Überblick über das aktuelle Wetter gibt yahoo online oder die Madeira-aktuell-Homepage.

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Die Vegetation läßt den Botaniker schier dekompensieren, für den Nicht-Botaniker ist die Vielfalt der Flora leichter zu ertragen, weil er sich nicht bemühen muß, den Reichtum der tropischen, subtropischen, endemischen (auf Madeira, die Nachbarinseln Porto Santo und die Desertas beschränkten) oder makaronesischen (den mittelatlantischen Archipelen - also auch den Kanaren und Azoren zugehörigen) Pflanzenarten im Einzelnen zu identifizieren. Es reicht, die Augen und die Sinne weit zu öffnen - und zu staunen. Gerade zu der Reisezeit, in der man der Heimat entflieht - im Winter - blühen ungeahnt viele Blüten in allen Farben. Ins Auge stechen riesige Büsche von blühenden Weihnachtssternen, Kala, Oleander, Strelizien und vieles mehr - wir haben sie nicht gezählt oder gar zählen können. Für den Photo-Freak ist die Flora eine lohnende Spezialaufgabe - man gar nicht mehr aufhören.

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