Die Motorrad-Touren im Einzelnen:

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TAG 1: In der Regel kommt man am Donnerstag vormittags (zumindest die aus München anreisenden Urlauber) an. Man fährt mit dem Taxi vom Flughafen Santa Catarina zum Motorrad-verleih MAGOSBIKE nach Reis Magos.

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Dort wird frau/man von den sehr freundlichen Mitarbeitern der Besitzer Antje und Ekkehard Kutz zum Quartier (in der Regel in Caniço de Baixo) gebracht. Es bietet sich eine gemächliche Halbtages-Kennenlern-Tour in den Osten der Insel an: Caniço - Machico - Canical - Ponta de Sao Lorenco.

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              Dort kann man eine kleine Wanderung über die Klippen mit herrlichen Blicken sowohl weit in die Nordküste bis Sao Jorge, als auch auf die Südseite und in die Berge, übers Meer bis zu den Ilhas Desertas im S-O, sowie evt. bis Porto Santo im N-O. Zurück gehts auf dem gleichen Weg, oder aber evt. noch von Machico - Portela-Paß - Camacha - Caniço.

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TAG 2: Über Funchal - Camara da Lobos - Cabo Girao (grandiose Klippe und terassierte Steilküste) - weiter entlang Südküste in O-W-Richtung so weit frau/man es bei ständiger Kurverei und Berg- und Talfahrt kommt.

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Möglichkeiten, die lohnende, aber evt. doch irgendwann anstrengende Tour abzukürzen, bieten sich an, indem man entweder von Ribeira Brava über die Via Rapida (Autobahn-ähnliche Schnellstraße) zurück nach Funchal fährt, oder aber, wenn man schon weiter im Westen ist, von den Orten Calheta, Prazeres oder letztlich Ponta do Pargo aus die Hochebene Paul da Serra auf teilweise sehr steilen Stichstraßen erklimmt.

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Auf der Hochebene sind die Straßen weitaus weniger kurvig als auf der Küstenstraße, d.h. dort oben kann frau/man für die O-W- wie auch für die W-O-Richtung Zeit sparen. Aber Vorsicht: Häufig ist die Hochebene Nebel- und Wolkenverhangen, schlimmer noch: dort oben weht manchmal ein fast Orkan-artiger kühler Wind mit Regen. Also wie immer: Das Wetter gut beobachten und daraus seine Schlüsse möglichst richtig ziehen! Bei schöner Sicht ist Paul da Serra ein Augenschmaus, da sie sich durch in an ein schottisches Hochmoor erinnernde Kahl- und Kargheit von der übrigen Vegetation der Insel kontrastierend abhebt und die Blicke an klaren Tagen von dort oben nach allen Richtungen überwältigend sind. Und nicht zu vergessen, die Wanderung in das tief eingeschnittene Tal Rabacal ist sehr gut mit einer Motorrad-Tour über die Hochebene kombinierbar, insbesondere da die Zufahrtsstrecke zum Startpunkt der Wanderung zu den Risco-Wasserfällen und den 25 Quellen einspurig und unübersichtlich ist, sodaß es mit einem noch so kleinen Auto keinen Spaß macht, dorthin zu gelangen - mit dem Bike dagegen ausgesprochen großen!

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TAG 3: Der Nord-Westen: Anfahrt wieder über Funchal - Via Rapida - Ribeira Brava - Encumeada-Paß - Paul da Serra in O-W-Richtung - Porto Moniz, dann die Nordküste in W-O-Richtung - Seixal - Sao Vicente - Heimfahrt über Encumeada-Paß - Ribeira Brava und retour

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Höhepunkte dieser Tour: Blick oberhalb von Porto Moniz auf dieses kleine Fischerdorf im N-W mit Meeresschwimmbecken, kleiner aber steiler Abstecher in Seixal in die Berge nach Chao da Ribeira, dort ein sehr uriges Lokal mit guter Forelle und Original-Fleischspieß auf dem Lorbeerzweig (Espetada), der an einer Kette von der Decke herabhängt. Grandiose Nordküste mit Wasserfällen, die quer über die schmale, teils nur einspurige Küstenstraße rauschen und die Goretex-Membran testen.

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TAG 4: Der Gipfelsturm: Funchal - Monte (dort die berühmten Schlittenfahrer) - Straße EN 103 Richtung Ribeira Frio - Faial, von dieser Straße zweigt auf einer Paßhöhe die Stichstraße auf den Pico Arieiro nach links ab und erreicht diesen nach weiteren ca. 10 km - entweder in der "Suppe" der dichten Regenwolken, oder aber in der klaren Luft des dritt-höchsten Gipfels Madeiras. Frau/man kann jetzt gleich die grandiose Höhenwanderung Pico Arieiro - Pico Ruivo unternehmen - evt. davon auch nur die erste Hälfte davon und retour.

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Oder aber Weiterfahrt mit dem Bike, zunächst wieder zurück bis zu der Paßhöhe, nun nach links Richtung Faial weiter. Dort lohnt der Blick auf den Agua de Pena (zu deutsch: Adlerfelsen). Die ganz unentwegten werden bei gutem Wetter evt. nach Santana an der Nordküste weiterfahren, von dort aus die Straße in Richtung Pico Ruivo nehmen, die am Achada do Teixeira endet. Von dort startet der Wanderweg zu einer leichten, aber sehr lohnenden und schönen Bergwanderung auf den Pico Ruivo - mit 1862m immerhin der höchste Berg Madeiras.

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Auf dieser Mammut-Motorrad-Tour läßt sich ein sehr gutes Gefühl für die Diskrepanz zwischen Luftlinie-Entfernung und tatsächlich zurückzulegenden Straßendistanzen und den dazu benötigten Zeiten bekommen. Diese Tour kann - wie jede andere auf Madeira auch - in nahezu jede beliebige Richtung abgewandelt und abgekürzt werden, d.h. in diesem Fall: Faial - Porto da Cruz (in östliche Richtung) - Portela-Paß - Machico - Santa Cruz - Caniço.

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TAGE 5 - 7: Die Touren an den restlichen Tagen stellen meist Abwandlungen der vorbeschriebenen Haupt-Touren dar, wobei - wie schon mehrfach beschrieben - die Wetterverhältnisse den Ton oft angeben, aber gerade die liebgewonenen Orte und Plätze der Insel gerne wiederholt angesteuert werden oder aufgrund der Streckenplanung mehrfach angefahren werden müssen. Jede/jeder erlebt und "erfährt" dabei seine individuellen Aspekte und geheimen Winkel immer intensiver. Vielleicht denkt frau/man gerade in diesen letzten 3 Tagen an unseren Vorschlag, die Insel doch auch auf "Schusters Rappen" unter die Beine zu nehmen. An dieser Stelle ein Wort zum Schuhwerk: Wir sind grundsätzlich mit hohen Bergschuhen gefahren und gelaufen, dies hat sich bewährt, dabei ist es kein Nachteil wenn man Goretex-Membranen im Schuh hat oder aber wasserdichte Überschuhe (wie auch Regenbekleidung) dabei hat.

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